Behandlung

Studien

Hochintensiv fokussierter Ultraschall gegen Prostatakrebs

Männern mit lokalem Prostatakrebs fehlt es an einer Alternativtherapie zwischen der radikalen Therapie (operativ oder bestrahlend) und dem Abwarten mit Überwachung. Während die erstere Therapie eine grössere Sicherheit bietet, dass die Krebserkrankung unter Kontrolle ist, bringt sie meist schwerwiegende Nebenwirkungen (Impotenz, Inkontinenz, Darmfunktionsstörungen) mit sich. Abwarten wiederum birgt Risiken, dass die Krebserkrankung fortschreitet und kann psychisch sehr belastend sein. Die hochfokussierte Ultraschalltherapie (HIFU) hat zum Ziel das genau lokalisierte Krebsgewebe mittels Hitze abzutöten, um so den Krebs mit minimalsten Nebenwirkungen zu bekämpfen, da möglichst wenig gesundes Gewebe beschädigt wird. Die HIFU-Therapie wird seit einigen Jahren international und in der Schweiz (im speziellen den Universitätsspitälern, CHOP code 60.99.11) angewendet und zeichnet sich durch positive Ergebnisse aus. Das gezielt lokalisierte Krebsgewebe wird bei der HIFU Therapie erfolgreich durch Hitze abgetötet, während die Nebenwirkungen durch beschädigtes, umliegendes Gewebe minimal gehalten werden können. Auch ist die Therapie schonend, da sie ohne operative Verfahren (die Sonde kann transrektal durch den Enddarm eingeführt werden) auskommt. Bis anhin fehlt es jedoch an genügend Daten über die Langzeitverläufe der so behandelten Patienten (Bsp. Rückfallrate, Benötigung einer radikalen Therapie und/oder Todesrate nach 5 bis 10 Jahren), da bei dieser Therapie nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Krebs an einem anderen Ort in der Prostata weiterentwickelt, was meist eine radikale Therapie zur Folge hat. Das Ziel diese Beobachtungsstudie ist es die HIFU Therapie an der Klinik Hirslanden zu begleiten. Insbesondere wertvolle Daten über die Langzeitverläufe und die auftretenden Nebenwirkungen der Therapie sollen gewonnen werden.

Studienprotokoll

 

Prostate Cancer Outcomes – Compare & Reduce Variation in DKG- zertifizierten Prostatakrebszentren


Der Erfassung der Ergebnisqualität über das Überleben hinaus kommt beim Prostatakrebs eine besondere Bedeutung zu, da die vier am häufigsten zur Anwendung kommenden Behandlungsstrategien (radikale Prostatektomie, perkutane Strahlentherapie, LDR- oder HDR- Brachytherapie, Active Surveillance) jeweils spezifische Nebenwirkungsmuster haben, die ihrerseits erheblich mit Versorgern und Patienten-/Erkrankungsmerkmalen kovariieren. Zahlreiche Beobachtungsstudien haben in der Vergangenheit Vor- und Nachteile der verschiedenen Strategien in Bezug auf das Überleben und auf die bedeutendsten körperlichen Nebenwirkungen Inkontinenz, erektile Dysfunktion und Darmprobleme sowie Unterschiede zwischen Behandlern untersucht. Zur Komplexität der Bewertung des Behandlungsergebnisses tragen neben den körperlichen zudem die möglichen psychischen und sozialen Auswirkungen bei, etwa die Angst vor einem Fortschreiten / eines Wiederauftretens der Erkrankung oder der Verringerung der Teilhabe am öffentlichen Leben.

Ziele der Studie: Primärziel des hier beschriebenen Projekts ist der Vergleich der Ergebnisqualität (patientenberichtet und klinisch) in den teilnehmenden, nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Prostatakrebszentren untereinander und - im zweiten Schritt - mit internationalen Vergleichszentren. Sekundäres Ziel der Studie ist die Prüfung der gewählten (und in dieser Form neuen) Methode auf potenzielle Fallstricke bei Patienteneinschluss und Repräsentativität, bei der Anwenderfreundlichkeit des Befragungstools sowie beim Datenlinkage (formative Methodenevaluation).

Studienprotokoll